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Akustische Reise unter dem Sternenhimmel: NDR Hörspiel "Tschick" im Planetarium

1_NDR_Logo_2001Pressemeldung - Termin: Dienstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr, Planetarium Hamburg

Der NDR und das Planetarium Hamburg präsentieren das Hörspiel-Erlebnis unter dem Sternenzelt: Am Dienstag, 4. Oktober, ist im Planetarium um 19.30 Uhr "Tschick" nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf zu hören. Die Hörspielbearbeitung lag bei Norbert Schaeffer, Regie führte Iris Drögekamp. Es sprechen u. a.: Julian Greis, Constantin von Jascheroff, Effi Rabsilber, Stephan Schad, Ulrike Grote, Samuel Weiss, Michael Prelle, Gerhard Garbers, Hanns Jörg Krumpholz, Hannes Hellmann und Gerd Baltus.



Zum Inhalt: Mark ist vierzehn und hat das Glück, zwei Wochen Sommerferien allein zu Hause verbringen zu dürfen. Seine Mutter weilt derweil auf der "Schönheitsfarm", eine euphemistische Umschreibung für ihren Aufenthalt in einer Entzugsklinik, wo sie in unregelmäßigen Abständen die Sünden des Alkoholmissbrauchs abbüßt. Der Vater seinerseits nutzt die Gelegenheit für eine "Geschäftsreise", sprich eine amouröse Abenteuerfahrt mit seiner Liebsten. Und Mark schließlich entdeckt für sich die Freiheit. Er disponiert erst mal die vietnamesische Putzfrau um und erteilt ihr Hausverbot für die nächsten 14 Tage. Schließlich braucht er jetzt Raum für sich und seinen Liebeskummer, den er in melancholischen Grübel-Sessions gebührend feiern möchte. Doch dann steht Tschick vor der Tür, der Neue in der Klasse, eigentlich Andrej Tschitscharow, ein Russe aus der Assi-Siedlung, der gerne mal besoffen zum Unterricht kommt. Er lädt ihn ein zu einer Spritztour in die Walachei. Mit geklautem oder wie er sagt ausgeliehenem Auto, versteht sich. In Tschicks Schrott-Laube knattern die beiden ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende Provinz und entdecken dabei allerlei Merkwürdiges, aber vor allem: das Leben. Road-Movie, Coming-of-Age-Roman, "Tschick" ist konsequent aus der Perspektive des 14-Jährigen erzählt. Mit krachertem Witz, leiser Poesie und der unendlichen Melancholie, wie sie nur ein Pubertierender haben kann.

Wolfgang Herrndorf, geboren 1965 in Hamburg, studierte Malerei und zeichnete u. a. für die "Titanic". 2002 erschien sein Debüt "In Plüschgewittern". Für "Diesseits des Van-Allen-Gürtels" wurde er 2008 mit dem Deutschen Erzählpreis ausgezeichnet.

28. September 2011 / RP

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