Passau/Osnabrück (RPO). Bestätigt sich der Vorwurf der Chaos Computerclubs, dann haben staatliche Behörden wissentlich oder aus Schlampigkeit die Verfassung gebrochen. Am Wochendene tauchte Überwachungssoftware auf, die unsere Computer fernsteuern kann. Das Bundeskriminalamt will nie einen derartigen Trojaner benutzt haben. Doch die Justizministerin zeigt sich beunruhigt, Datenschützer fordern Aufklärung.
Die Presse sieht das Denken üQuelle des Skandals vom Wochenende ist der Chaos Computerclub (CCC). Ihm wurden Festplatten zugespielt, bei denen der Verdacht bestand, dass Überwachungssoftware aufgespielt worden ist. Die Hacker analysierten die Daten. Am Sonntag veröffentlichte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" einen Artikel von CCC-Sprecher Frank Rieger, in dem er die Befunde der Hacker umfassend beschreibt.
Das Ergebnis beunruhigt Politiker wie Datenschützer. Treffen die Vorwürfe zu, ermöglichten der Trojaner seinen Absender, intimste Details von fremden Rechnern auszuspähen. Kameras am Laptop, Mikrofone ließen sich mit ein paar Kniffen fremdsteuern. Laufende Arbeitsprozesse am Rechner könnte das Programm mit Screenshots dokumentieren. Das gilt auch für nicht abgespeicherte Dokumente und nicht versandte E-Mails.berwacht.
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Foto via Wikimedia Commons von Enemenemu
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