Berlin (RPO). Den großen europäischen Wirtschaftsnationen dürfte am Freitag beim G20-Finanzministertreffen in Paris Unangenehmes bevorstehen: eine verbale Abreibung von den internationalen Partnern. Denn die Euro-Krise bereitet auch den anderen Ländern Kopfzerbrechen. Japan kündigte bereits an, die Europäer auf größere Hilfsprogramme zu drängen. Doch für Griechenland gibt es offenbar gute Nachrichten.
"Die Europäer werden sicher die obligatorischen Ohrfeigen für ihre Griechenland-Politik bekommen", sagte ein EU-Diplomat voraus. So lässt etwa US-Präsident Barack Obama derzeit keine Gelegenheit aus, von den Europäern scharf einzufordern, endlich ihre Probleme mit Griechenland und anderen Schulden-Staaten im Euro-Raum zu lösen. Sie dürften die Weltwirtschaft zum Schaden aller nicht noch mehr verunsichern als sie das ohnehin schon täten.
Von Japan, Kanada, auch von China und anderen Schwellenländern ist Ähnliches zu hören, wenn auch nicht immer in so scharfer Form. Japans Finanzminister Jun Azumi erklärte, auch der Euro-Rettungsschirm EFSF solle daran Anteil haben. Und damit nicht genug: Japan will seine eigene bittere Erfahrung mit einer zögerlichen Bankenkrise in den 90er Jahren zur Sprache bringen. Das Land, so Azumi, habe damals die Folgen fauler Kredite unterschätzt und zu zaghaft gehandelt.
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Foto von Sebastian Zwez via Wikimedia Commons
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