Ankara (RPO). Schweres Erdbeben im Osten der Türkei. Experten rechnen mit bis zu 1000 Toten. Eine US-Erdbebenwarte verzeichnete eine Stärke von 7,2. Augenzeugen beschreiben dramatische Szenen. Menschen rannten in Panik auf die Straße. Helfer graben mit bloßen Händen nach Verschütteten. Wichtige Teile der Infrastruktur sind zerstört. Die Rettungskräfte stehen vor einer schwierigen Nacht.
Nach dem schweren Erdbeben im Osten der Türkei rechnet die türkische Erdbebenwarte mit 500 bis eintausend Toten. Das sagte der Leiter des Seismologischen Instituts Kandilli in Istanbul, Mustafa Gedik, am Sonntag. Türkische Medien berichteten einige Stunden nach dem Erdstoß gegen 13.41 Uhr Ortszeit (12.41 Uhr MESZ), in der Kreisstadt Ercis in der Provinz Van seien 59 Tote und 150 Verletzte gefunden worden. In Van seien es mindestens 15. In der Nachbarprovinz Bitlis habe es einen Toten gegeben.
In der Provinzhauptstadt Van (1200 Kilometer östlich von Ankara, 380.000 Einwohner) stürzten nach Angaben von Bürgermeister Bekir Kaya mindestens zwei mehrstöckige Gebäude ein. Ein dramatischer Hilferuf kam aus der Kreisstadt Ercis, einem Ort mit mehr als 70.000 Einwohnern. "Es sind so viele tot. Mehrere Gebäude sind eingestürzt, da ist zuviel Zerstörung", sagte Bürgermeister Zulfikar Arapoglu im Fernsehsender NTV. "Wir brauchen Ärzte und Sanitäter", fügte der Bürgermeister hinzu. Zudem würden Rettungsteams und Zelte benötigt. "Wir warten auf Hilfe, es ist dringend." Vor Ort gebe nur ein Krankenhaus.
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Symbolfoto Diego Grez via Wikimedia Commons
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