Düsseldorf (RP) Polizei contra Verkehrslobbyisten: Tempokontrollen seien unverzichtbar. Sie könnten dazu beitragen,Straßen sicherer zu machen - vor allem wegen des Lerneffekts: Raser werden sofort angehalten und zur Kasse gebeten.
Die Polizei hält an ihren täglichen Tempokontrollen im Stadtgebiet fest.
Überhöhte Geschwindigkeit ist nach Angaben von Behördensprecher André Hartwich nach wie vor die Ursache Nummer eins bei Unfällen mit schweren Folgen. Das spiegelt sich in den Zahlen der Verkehrsüberwachung: In den vergangenen drei Jahren lagen Tempoverstöße mit 57,2 Prozent im Schnitt weit vorn. In 30,4 Prozent wurden Fahrer angehalten, weil sie durch ihre Fahrweise Fußgänger gefährdet haben. Die Polizei ist daher überzeugt: Tempokontrollen können die Straßen sicherer machen. Das bezweifelt der Verkehrsclub "Mobil in Deutschland": Es sei nicht erwiesen, dass deswegen langsamer gefahren werde.
In seinem Städteverkehrsatlas 2011 hatte der Club Düsseldorf gute Noten ausgestellt, unter anderem auch deshalb, weil es gemessen an der Einwohnerzahl weniger fest installierte Blitzer als in anderen Großstädten gibt. Diese Sichtweise führt auch zu Kritik: Sie entspringe den 70er und 80er Jahren, als Stadtplaner und Politiker von einer autogerechten Stadt träumten – und Tempokontrollen als Beschneidung der Bürgerrechte betrachteten.
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Quelle: http://www.rp-online.de
VON JÖRN TÜFFERS
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